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Donnerstag, 23. Februar 2012

Eine Dampflok für meinen Enkel

Mein Enkel, nicht der Frischling von gestern, sein nächstälterer Bruder, hat in ein paar Tagen Geburtstag. Es ist sein erster Geburtstag und er wird vier Jahre alt. Und er wünscht sich eine Dampflok, sagt er. Dampflok.
Die Jungs meiner jüngeren Tochter sind technikversessen, die Tochter kann sämtliche Typen von Straßenbahnen und Omnibussen ihrer Stadt herbeten, die Jungs wollen so was eben wissen. Ihr Lieblingsfilm bei Herrn Youtube heißt "Schienenstadt Frankfurt".
Dampflok also.
Gibts ja, so Holzeisenbahnen, Brio, Ikea, pipapo, Lokomotive Thomas. Alles das haben die Kerls schon, massenhaft.
Also baue ich selbst eine hölzerne Dampflok für den Enkel. Eine Art Synthese aus Kinderspielzeug und maßstäblichem Modell. Buchenleisten aus dem Baumarkt, sägen, raspeln, schleifen, drehen, leimen, beizen, ölen.
Der Kenner sieht sofort: preußische T3. Maßstab ~1:64, Spurweite 25 mm. Sollte zu den Ikea- oder Brio-Schienen passen.
So, jetzt Päckchen packen und ab auf die Post damit. Mal sehen, wie lange das Teil hält. Werd ich mir ganz genau ansehen, wenn wir in 14 Tagen hinfahren, Frischling gucken.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Geburtstach

Das Bildchen ist für Rostkopp
Gestern nämlich, da bin ich 56 geworden. Ein Mann von über 50 wird auf Polnisch "pięćdziesięciokilkuletni mężczyzna" genannt, was auszusprechen selbst mir, der ich seit einem knappen Jahr versuche, Polnisch zu lernen, nicht gelingen will.
Geburtstagsfeier.
Meine Tochter mit Kindern ist im Hause, Schwiegersohn war da, Schwager mit Familie, Lieblingsessen, eigens für mich angefertigte Spezialtorte, Buttercreme, Fressen bis knapp vors Zuckerkoma.
Darf man sich als einer "von den Guten" von so viel Familie überfordert fühlen? Wenn man, sagen wir mal vorsichtig, psychisch nicht so ganz auf der Höhe ist?
Beruhigungspille (Alkohol darf ich ja nicht). Die nehme ich tagsüber außerordentlich selten, gestern war eine nötig. Wenn ich zwei genommen und mich ins Bett begeben hätte, wäre ich der Spielverderbenrei schuldig geworden.
Abends um neune doch noch ein Lichtblick in der Dunkelheit. Um die Zeit war die Feier schon vorbei, die Gäste gegangen, die Kinder ins Bette verdonnert. Eine Freundin ruft an, eine, die ich ewig nicht gesprochen oder getroffen habe, seit Jahren. Hat mich wirklich sehr gefreut. Ich habe ihr meine Blog-Adresse gegeben.
Wermutstropfen im Bezug auf den Anruf: min Vru ist eifersüchtig, knurrt dann, grundlos.
Ruhe im Schiff!